Höchstwasserstände des Po

Ostello in San Cristina e Bissone


Friede


Höchstwasserstände des Po

Ostello in San Cristina e Bissone


Friede


Betörend süsser Duft von Linden begleitet uns auf der Via Francigena.

Auch die erste Pilgerin, Anneke, die wir antreffen schreibt ihren Blog in Niederländisch und auch sie sammelt für einen guten Zweck. Der Blog ist unter https://actie.hetvergetenkind.nl/actie/loopmetmemee zu erreichen.

Ruhetag

Eindrücke

Schlafsaal

Hier findet die Via Francisca del Lucomagno ihr Ende und unsere Pilgerreise mit der Via Francigena ihre Fortsetzung.
Teckti Brugg

Die Unterkunftssuche auf der Via Francisca dL war zeitraubend und schwierig. Gestern in Bereguardo im La Pesa war nicht zum Schlafen. Der Lärm der von der Bar ausging und auch derjenige der Strasse liessen keine Ruhe aufkommen sowenig, wie die bellenden Hunde. Wir hoffen, dass wir leichter zu Unterkünften kommen und zu angenehmeren.

Gewaltig ist das Kanalsystem um Mailand, genannt Navigli oder Naviglio. Diese Kanäle dienten früher der Schifffahrt und ermöglichten Transporte auf dem Wasser. Das Schleusensystem soll von Leonardo Da Vinci entwickelt worden sein.

Faszinierend, was da seit über tausend Jahren besteht und noch immer nützt.

Und die riesigen Felder sind terrassiert und werden bewässert über viele kleine Kanäle, um Reis, Mais, Weizen, Roggen anzubauen.

Schwierig Unterkunft zu finden. Der Weg führt von Sessa in der Schweiz nach Castello Cabiaglio. Bis 11 Uhr suchten wir nach Übernachtungsmöglichkeiten. So brachen wir eher spät auf. Wieder gehts durch Kastanienwälder.

Die Wegmarkierung ist ungewohnt. Bis Rom wird sich das wohl noch ändern.

Irgendwie sind wir abgekommen von der Via Francisca del Lucomagno, aber nicht vom Weg.

Nichts Gutes zu erwarten hatte ich von meinem Horoskop:

Nach Gewittern in der Nacht überraschte uns ein angenehm kühler Morgen. Ein leichter Anstieg führte uns in Kastanienwälder, darin sich herrlich wandern lässt. Der Boden und die Baumstämme sind eher dunkel und das Grün der Blätter und die vielen Farne erfrischen hell. Der Autobahnlärm erinnert an Diskussionen, wie mit unangenehmen Geräuschen, wie zum Beispiel Schnarchen, am besten umzugehen sei.


Nach 25 km treffen wir in Ponte Tresa ein. Ich bin froh, dass Strecken dieser Länge ihren Schrecken verloren haben. In Sessa haben wir ein tolles Hotel gefunden. Mit wunderbarer Aussicht, einem Strandbad und bestem Essen.

Wir wechseln von der Magadino-Ebene über den Monte Ceneri an den Luganer See.

Wir übernachten in Rivera. Das Dorf ist klein. Es wird von Strassen durchschnitten, der Autobahn, der Eisenbahnlinie. Es wir gebaut und es ist laut.

Das Bleniotal wird breiter. Der Brenno wird breiter. Wir folgen bis Biasca, wo das Haupttal vom Gotthard herkommend mit dem Fluss Tessin das Wasser vom Brenno aufnimmt. Bei Bellinzona führt die Moesa aus dem Misox ihr Wasser in den Ticino.

Der Weg führt nahe am Wasser entlang, gesäumt von grün, vorne, oben, unten, links und rechts, wie in einem grünen Tunnel. Auf dem linken Ohr konzertieren Vögel und auf dem rechten Ohr lärmt die Autobahn. Um nach Giubiasco zu gelangen, verlassen wir die Traumwelt und werden mit Strassen, Industriegebieten und Bahnlinien mit Unterführungen konfrontiert. Und es ist heiss.

Ruhetag

Wir übernachten vorzüglich im Ostello in Cresciano und werden bestens bewirtet. Wir sind nach Cresciano ausgewichen, weil Tiziano es uns empfohlen hat. Den Weg von Biasca hieher machten wir im Bus. Entsprechend fehlt ein Teilstück auf unserer Reise, das Hans Ruedi und ich talaufwärts am Ruhetag nachholen. In Biasca merke ich, dass ich unterwegs mein Händy verloren habe. Hansruedi ruft auf mein Händy an und es meldet sich zu meiner Erleichterung jemand, der es gefunden hat. Gerne gebe ich ihm einen Finderlohn.

Oberhalb vom Bahnhof in Biasca finden wir diese Badewannen vom Wasser in den Fels geschliffen. Herrlich hier erfrischend zu baden. Obwohl, das Wasser war sehr warm, nahezu 20 Grad. Viel zu warm für die Jahreszeit, wo ich Schnee-Schmelzwasser erwarte.

In Cresciano treffen wir auch auf den ersten Rom-Pilger. Tom aus Belgien hat bereis über 1000 km in den Beinen. Er pilgert für ein Projekt im Kongo und hat offenbar über € 44000 gesammelt. Er blogt auf Facebook und Instagramm mit tom2rome.
Wir verabschieden uns von Annemarie und Tiziano, unseren Gastgeber:n und von Beate und Dirk, Gäste aus Deutschland mit denen wir am Vorabend ausgiebig diskutierten.
Il Sosto - Das Matterhorn vom Bleniotal
Ein schöner Weg, der uns immer weiter in den Süden bringt. Durch Dörfer, vorbei an der alten Schokoladefabrik, über frisch gemähte Wiesen, über eine tibetische Brücke, teilweise auf dem alten Bahntrassee und über Pfade und der Strasse entlang, in Kastanienwälder empfinde ich die Kultur und Natur stärker mediteran geprägt. Von Ferne kräht der Hahn, Zikaden zirpen aus der Wiese und aus dem Wald erklingt der Vögel Gesang.

